Sonntag, 3. August 2014

Heimatliebe

Meine Höhepunkte der letzten Woche lassen sich ganz gut mit dem Wort Kindheitserinnerungen  zusammenfassen. Man könnte auch sagen "Alles wie früher" oder "Heimatgefühle". Wir wahren zu Besuch in der schönsten Stadt Deutschlands, ich weiß, dass ist ganz subjektiv, aber es ist nun mal mein "Zuhause": Leipzig. Hier bin ich aufgewachsen, hier ist der kleine Rest meiner Familie zu finden und hier stecken tausende von Erinnerungen in den Straßen und Gebäuden. Ich hoffe ihr kennt dieses Gefühl auch, so einen Platz den man nach langer Zeit wieder sieht und sich sofort wohlfühlt. Es lässt sich schwer in Worte fassen was man empfindet in solchen Momenten. Diese Stadt hat mir Flügel gegeben und schenkt mir auch heute noch Wurzeln. Höhepunkt eins: mein Leipzig!


Höhepunkt Nummer zwei ist ein kindfreier Nachmittag in meiner Stadt. Wir haben den Sohn bei Verwandten abgegeben und sind allein losgezogen. Vor fast 10 Jahren haben wir das auch schon gemacht, nur das wir vorher kein Kind abgeben mussten. Händchen halten in der Straßenbahn, "ä Schälchen Heeßen" (ortsüblich für Kaffee), neue alte Bauwerke bewundern, strahlender Sonnenschein, Dialekt hören und sich zu Hause und frisch verliebt fühlen. Zum Dialekt muss man sagen, dass ich ihn nicht habe, was meinen Liebsten sehr freut, sonst hätte er mich wohl nicht geheiratet.

Höhepunkt drei: ich habe fasst eine ganze Nacht durch gelesen. So was habe ich auch zuletzt in meiner Jugend getan. Die Zeit vergessen und sich in Schundliteratur hineinversetzen. Nun gut, Schund ist es nicht gewesen aber auch nicht sehr anspruchsvolle Literatur. Ich verrate lieber nicht was es war, aber es hat Spaß gemacht.

Höhepunkt vier: nähen bis weit nach Mitternacht und das noch nicht mal fürs Kind, sondern für mich. Ganz kreativ Stöffchen hin und her zuschieben, Schnittmuster den eigenen Vorstellungen anzupassen und sich in kleine Details verlieren. Die Ergebnisse gibt es bald zu sehen, hier schon mal eine kleine Vorschau.


Höhepunkt vier: Freizeitpark. Der Ausflug war schon lang geplant und wurde nun endlich mal in die Tat umgesetzt. Der schönste Moment für mich war das gemeinsame Rutschen auf einer Wasserbahn mit meinem Tiger. Den ganzen Tag habe ich versucht ihn davon zu überzeugen, er wollte einfach nicht. Kurz vor Schluss auf dem Weg zum Ausgang wollte er dann doch und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie stolz ich auf ihn bin. Ganz mutig sind wir nach oben gestiegen haben uns ein Boot geschnappt und los ging's. Nochmal, ich will nochmal bitte Mama. Mein mutiger Tiger, Bezwinger seiner Ängste und mein Herzensbrecher. Ich bin ganz schön albern, aber genau das war der Tag: albern. Mein herzallerliebster Ehemann, der im Klettergerüst feststeckte, ich mit Flugzeugen im Bauch beim Schaukeln und ein kleiner Tiger, der zwischendrin zum Feuerwehrmann, Matrose oder Pirat wurde.

Was für eine Woche, überwältigend. High5 im wahrsten Sinne und ich teile sie sooooo gern mit euch.
Eure Mandy.


Kommentare:

  1. Liebe Mandy,

    ach, deine Erlebnisse wecken auch so viele Erinnerungen bei mir. Ja, "nach Hause kommen" ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Die Sache mit dem fehlenden Dialekt erinnert mich an meinen Mann. Er kommt aus Franken und ich bin diejenige, die sehr froh ist, dass man es nicht hört ;0). Vor kurzem habe ich endlich mal wieder ein 600-Seitenbuch binnen 36 Stunden gelesen ... du hast Recht: einzigartig ist das!!!

    Allerliebste Grüße,
    Viktoria

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