Sonntag, 19. Januar 2014

Sonntagsfreude

Nach einem langen Arbeitssamstag sind wir letzte Nacht mit einem Pseudokruppanfall in den Sonntag gestartet. Unausgeschlafen und k.o. sitzen wir am Frühstückstisch und Pläne und Ideen für heute werden über den Haufen geworfen. Statt Familienzeit mit Geburtstagsbesuch beim Patenonkel gibt es nun einen seltenen Mama-Sohn-Tag und Papa darf alleine feiern fahren. Bibi Blocksberg, Pettersson und Findus, das kleine Feuerwehrauto Flo und Freddy der Esel werden meinen Tag begleiten. Dazu viel Papier, Farbe und Kleber (der Sohn möchte basteln). Wir werden im Chaos versinken und dabei Nudeln mit Tomatensauce essen. Viel lachen und tanzen wird dabei sein und vielleicht auch ein wenig knuddeln (das mag der kleine Sohnemann so gar nicht). Sonntagsfreude.



Am Ende des Tages steht dann der Anfang, der Plan für mich. Aus allen Anleitungen und Ideen, aus Bergen an Wolle und Stoff wird ein neues Projekt ausgesucht. Was wird es wohl? Welches Muster für welche Sockenwolle? Oder doch erst das schlechte Gewissen beseitigen und ein altes Projekt beenden? NEIN! Heute ist Zeit für Neu.

Wie gern ich das tu, alles ist offen, alles kann entstehen und werden. Für mich ist dieser Moment noch schöner als das fertigwerden. Wenn ich keinen Zwang, kein Soll habe, nicht auf Auftrag oder Wunsch stricke und nähe, sondern meine Stimmung, mein Herz entscheiden darf was dran ist. Den ganzen Tag werde ich immer wieder eine neues oder altes stück Stoff in die Hand nehmen und mich fragen, ob es das richtige ist für das nächste Projekt. Wolle wird gefühlt und der Ordner mit den gesammelten Strickschriften rausgeholt und mehrfach durchgeblättert. Handarbeitsbücher werden gelesen und zum Schluss wird angefangen! Erste Maschen, erste Nähte, ich bin gespannt, was der Tag bringt. Sonntagsfreude.


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