Montag, 11. August 2014

Westenzeit

JaWePu zum ersten! Ich hab mich mal dran gewagt und den sehr umfangreichen Schnitt JaWePu von Schnabelina genäht.  Umfangreich, weil er so viele Möglichkeiten und Varianten beinhaltet, dass es ganz schön schwer fällt sich für eine Möglichkeit zu entscheiden. Die Anleitung ist super bebildert und erklärt, danke Schnabelina, dass du dir so viel Mühe gemacht hast.

Den Schnitt für JackeWestePulli gibt es kostenlos im Schnabelina Blog. Fürs erste habe ich mich dann mal für eine Weste entschieden, die hatten wir noch nicht im Kleiderschrank. Außen ganz maritim gehalten, mit den Resten meines Kleidchen Stoffes und ein wenig Aplikationslust. Innen ganz weich mit Kuschelfleece. Genau das richtige für kühle Sommertage oder auch schon für den Herbst.



Gezeigt wird sie jetzt bei my kid wears (heute war nämlich ein etwas kühlerer Sommertag). Burschi hat sie angezogen und selbst als die Sonne doch noch zum Vorschein kam angelassen.

Sonntag, 3. August 2014

Heimatliebe

Meine Höhepunkte der letzten Woche lassen sich ganz gut mit dem Wort Kindheitserinnerungen  zusammenfassen. Man könnte auch sagen "Alles wie früher" oder "Heimatgefühle". Wir wahren zu Besuch in der schönsten Stadt Deutschlands, ich weiß, dass ist ganz subjektiv, aber es ist nun mal mein "Zuhause": Leipzig. Hier bin ich aufgewachsen, hier ist der kleine Rest meiner Familie zu finden und hier stecken tausende von Erinnerungen in den Straßen und Gebäuden. Ich hoffe ihr kennt dieses Gefühl auch, so einen Platz den man nach langer Zeit wieder sieht und sich sofort wohlfühlt. Es lässt sich schwer in Worte fassen was man empfindet in solchen Momenten. Diese Stadt hat mir Flügel gegeben und schenkt mir auch heute noch Wurzeln. Höhepunkt eins: mein Leipzig!


Höhepunkt Nummer zwei ist ein kindfreier Nachmittag in meiner Stadt. Wir haben den Sohn bei Verwandten abgegeben und sind allein losgezogen. Vor fast 10 Jahren haben wir das auch schon gemacht, nur das wir vorher kein Kind abgeben mussten. Händchen halten in der Straßenbahn, "ä Schälchen Heeßen" (ortsüblich für Kaffee), neue alte Bauwerke bewundern, strahlender Sonnenschein, Dialekt hören und sich zu Hause und frisch verliebt fühlen. Zum Dialekt muss man sagen, dass ich ihn nicht habe, was meinen Liebsten sehr freut, sonst hätte er mich wohl nicht geheiratet.

Höhepunkt drei: ich habe fasst eine ganze Nacht durch gelesen. So was habe ich auch zuletzt in meiner Jugend getan. Die Zeit vergessen und sich in Schundliteratur hineinversetzen. Nun gut, Schund ist es nicht gewesen aber auch nicht sehr anspruchsvolle Literatur. Ich verrate lieber nicht was es war, aber es hat Spaß gemacht.

Höhepunkt vier: nähen bis weit nach Mitternacht und das noch nicht mal fürs Kind, sondern für mich. Ganz kreativ Stöffchen hin und her zuschieben, Schnittmuster den eigenen Vorstellungen anzupassen und sich in kleine Details verlieren. Die Ergebnisse gibt es bald zu sehen, hier schon mal eine kleine Vorschau.


Höhepunkt vier: Freizeitpark. Der Ausflug war schon lang geplant und wurde nun endlich mal in die Tat umgesetzt. Der schönste Moment für mich war das gemeinsame Rutschen auf einer Wasserbahn mit meinem Tiger. Den ganzen Tag habe ich versucht ihn davon zu überzeugen, er wollte einfach nicht. Kurz vor Schluss auf dem Weg zum Ausgang wollte er dann doch und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie stolz ich auf ihn bin. Ganz mutig sind wir nach oben gestiegen haben uns ein Boot geschnappt und los ging's. Nochmal, ich will nochmal bitte Mama. Mein mutiger Tiger, Bezwinger seiner Ängste und mein Herzensbrecher. Ich bin ganz schön albern, aber genau das war der Tag: albern. Mein herzallerliebster Ehemann, der im Klettergerüst feststeckte, ich mit Flugzeugen im Bauch beim Schaukeln und ein kleiner Tiger, der zwischendrin zum Feuerwehrmann, Matrose oder Pirat wurde.

Was für eine Woche, überwältigend. High5 im wahrsten Sinne und ich teile sie sooooo gern mit euch.
Eure Mandy.


Donnerstag, 31. Juli 2014

Urlaubszeit

Ich habe Urlaub und die Zeit verrinnt wie im Flug. Macht nichts, denn es springen hier ständig neue Sachen von der Nadel. So habe ich mir meinen Urlaub gedacht, viel lesen, viel Gartenarbeit (die mich freut), viel stricken, viel nähen und viel Familie. Nun gut, es ist natürlich nicht ganz so. Ich konzentriere mich in erster Linie auf Familie und nähen. Aber auch der Rest ist mit dabei.

Heute wird nun endlich mal wieder gerumst. Ich hab ja schon lang versprochen meine Caramel Jacke mal so richtig zu zeigen und hier ist sie nun, Tata!


Weil in letzter Zeit so viel entstanden ist, pack ich euch gleich noch ein neues Kleid dazu. Meine erste Toni von "Das Milchmonster". Ein Schnitt der wirklich toll ist. Sehr flexibel und kreativ umsetzbar. Ich habe aus den Raglanärmeln eine Art Tank Top gemacht, ich weiß gar nicht wie das richtig heißt. Ich find es super, dass klingt ein wenig arrogant, aber meistens ist man ja nie zufrieden. Darum muss ich diesen seltenen Moment auskosten und mich einfach mal über mich freuen.


So, nun geht es nach monatelangem Entzug endlich mal wieder mit meinen Sachen zu RUMS.
Liebste Sommer-Urlaubs-Grüße, Mandy.

Sonntag, 6. Juli 2014

Zeit

Zeit ist ganz schön kostbar und manchmal bin ich zu verschwenderisch.  Ich gebe aus, obwohl ich nicht genug habe und am Ende ist das Konto leer und man muss sehen, wie man über die Runden kommt. Die letzten Wochen, ja schon Monate hat mein Körper schlapp gemacht, Konto leer. 6 Wochen starke Schmerzen im Fuß, ununterbrochene Schmerzmittelzufuhr, 2 Wochen Laufen unmöglich. Natürlich dann, wenn man Urlaub hat! Nähen war unmöglich, aber meine Strickjacke ist fertig.


Im Anschluss war eine Woche alles wieder gut, bis die Hüftverwringung dazu kam. Hüfte einrenken und in den vollen Terminkalender noch Krankengymnastik zu unmöglichen Zeiten hinzufügen. Jetzt streikt mein Körper, Sportmotivation ist gleich Null, zum Nähen auch nicht wirklich Lust (obwohl in den Letzten 8 Wochen auch einiges entstanden ist). Am liebsten würde ich schlafen, ausruhen und entspannen, aber auf Arbeit gibt es gerade Stress pur, die Ferien müssen vorbereitet werden und das Sommerprogramm steht schon in den Startlöchern. Auch privat musste einiges neu strukturiert werden. Versicherungen kündigen und Neue finden, Auto kaputt und Neues finden. Das bedeutet Stress, zumindest für mich. Jetzt klingt dieser Post ganz schön deprimierend, dabei wollte ich mich eigentlich nur zurückmelden. Meine Motivation zum Bloggen ist nicht verloren gegangen, das Schreiben tut mir gut. Deshalb melde ich mich zurück mit meinen High 5 der letzten Woche:

1. Wir haben uns für ein Auto entschieden. Das war wirklich schwer, weil wir beide keine Ahnung von Autos haben. Den Räubersohn hat's gefreut, weil er von Autos besessen ist (mit drei kennt er alle Automarken) und die vielen Besuche in Autohäusern ihm richtig Spaß gemacht haben.

2. Mein Körper ist auf dem Weg wieder gesund zu werden. Seit zwei Wochen keine Schmerzmittel mehr und auf dem Crosstrainer war ich jetzt auch schon mal wieder (nur die Motivation fehlt noch).

3. Mohnblumen in meinem Garten. Ich liebe Mohnblumen und dieses Jahr habe ich den Islandmohn für mich entdeckt und angepflanzt. Jetzt bin ich hin und weg vom leuchtendem Rot, strahlendem Gelb, warmen Orange und klarem Weiß auf meiner Fensterbank.


4. Ein Kommentar von Karina den ich jetzt erst gelesen habe und der mich zurück in die Bloggerwelt gerufen hat. Danke an das Erinnern wie gern ich hier schreibe, egal ob es Resonanz gibt oder nicht ich schreibe und blogge, weil ich Freude daran habe!

5.  Ein Berg an neuen selbstgemachten Sachen der vor mir liegt und darauf wartet gezeigt zu werden. Ich freu mich diebisch wenn ich daran denke euch meine neuen Schätze zu zeigen - Ich hab mir das fair isle stricken beigebracht, zwei tolle Kleider für mich genäht, eine wahnsinnig schöne Kuschelweste für meinen Süßen, so manche Geschenke und ein Leuchtturm sind entstanden. Ich bin gespannt und voller Vorfreude.

Jetzt bin ich zurück - vielleicht nicht mit drei oder vier Artikeln in der Woche, aber mindestens einmal pro Woche werde ich von mir hören lassen. Danke Viktoria für deine tolle High 54 Friday Idee.

Freitag, 25. April 2014

Dankbar!

Sonnenschein, die Zeit steht still, was bleibt?...

lange habe ich nichts von mir hören lassen, aber ich wurde an anderer Stelle gebraucht. Familie, etliche Projekte und viele junge Menschen, die nach mir verlangten. Die Arbeit war präsenter denn je. Jugendarbeit legt man nicht wie einen Arbeitskittel ab, man begleitet, fordert und fördert, auch über die eigentliche Arbeitszeit hinaus. Täglich sprudelt das Leben um einen herum mit Spiel und Spaß, aber auch mit Sorgen und Ängsten. Andere flüchten vor pupertierenten Jugendlichen, mich ziehen sie magisch an. Ein spannendes, prägendes Alter, in dem man so viel entdecken, miterleben, mitfühlen kann. Inzwischen habe ich schon so einige Kinder heranwachsen sehen und durfte miterleben, was aus ihnen geworden ist, erste Liebe, Schulabschluss, Konfirmation, Bewerbung, Ausbildung, eigene kinder ... das macht meinen Beruf so schön und einzigartig. Freumomente in Massen und damit meine Nummer eins der wöchentlichen Freumomente. Die eigentlich, wenn man es ganz genau betrachtet, ja nicht nur in dieser Woche passiert sind. Ich hoffe trotzdem, dass ich bei Viktoria meine Momente der Erinnerung wegen ihrer Präsenz in dieser Woche teilen darf.

Wenn sich in die Reihe des "Aufwachsensehens" am Ende der Tod reiht ist man schockiert, sprachlos, überwältigt, traurig. Das passt nicht! Nicht in meine Arbeit! Klar, wenn man mit alten Menschen zusammen arbeit muss man damit rechnen, aber ich doch nicht. Nach einem Jahr Hoffen und Bangen ist Waleri letzte Nacht gestorben. Als ich ihn kennen gelernt habe, kam ich frisch aus der Ausbildung, als junger Hüpfer hinein in die Offene Arbeit. "Böse" Jugendliche erwarteten mich, die gucken so gemein, sind gewalttätig, nehmen alle Drogen und trinken zu oft mal einen oder auch zwei über den Durst. Was mach ich denn, wenn die sich schlagen? Die respektieren mich doch nie!

Er war mein Lichtstreif am Horizont, immer höflich und dankbar. Bitte und Danke musste man ihm nicht lernen, beim Reinkommen gab er mir die Hand und beim Gehen verabschiedete er sich. Dazu muss man sagen, dass mich die Anderen ignorierten. Aber ich wurde sicherer, ich bekam Hoffnung was die Jugend von heute angeht. Was einer schafft, müssen die anderen doch auch können. Was soll ich sagen, nach einem halben Jahr konnten es alle. Freumoment zwei ist die Erkenntnis, dass es noch Hoffnung gibt für die Jugend von heute. Manchmal schafft es einer die Welt zu verändern, im kleinen, aber für mich wars das größte.

Waleris Familie war im letzten Jahr immer bei ihm, seine 4 Brüder, seine Neffen, seine Eltern, seine Frau und seine kleine Tochter. Sie haben sein Haus gebaut. Was er nicht konnte haben sie übernommen und bis zum Schluss bei ihm gesessen. Er hatte einen unbändigen Lebenswillen bis zum Schluss. Für sich, aber besonders auch für seine Familie wollte er leben. Ich habe heute, in der letzten Woche so viel Liebe in dieser Familie gesehen. Diese Liebe ist so grenzenlos, selbstlos, uneigennützig und voller Dankbarkeit, dass ich sie zu meinem Freumoment Nummer drei machen möchte. So ist Familie gedacht. Wenn es hart auf hart kommt sind alle da. Ich freu mich für ihn, dass er diese Liebe in seinem Leben und seinem Sterben spüren durfte.

Dankbarkeit macht sich breit. Tief drinnen lächle ich und freu mich über jede Erinnerung und die vielen Erlebnisse mit ihm. Manchmal war er grummelig, dass war immer lustig für alle anderen. Manchmal war er hilflos und wir konnten helfen, manchmal war ich hilflos und er konnte helfen. Oft hat er sich gefreut und uns mitfreuen lassen. Nie war er hoffnungslos (höchstens mal hoffnungslos verliebt). Einfach ein toller Mensch und ich bin glücklich, dass ich ihn kennenlernen durfte. Ohne sein Wissen hat er sich fest in meine Lebensgeschichte geschrieben - DANKE - Freumoment Nummer vier.

Was bleibt? Immer wieder stoße ich an Grenzen. Kinder, die schwere Schicksale erleben, Situationen, in denen ich nicht weiter weiß, die sich meinem Einflussbereich entziehen und nun auch der Tod. Ich bin glücklich darüber, dass ich mein Herz bei Gott ausschütten kann, dass meine Grenzen nicht Gottes Grenzen sind. Sogar der Tod ist überwunden, die Osterbotschaft schreibt sich nochmals tief in mein Herz. Freumoment Nummer fünf ist diese erkenntnis und ich kann nicht anders, als sie mit einem Zitat von Kirchenvater Hieronymus zu bekräftigen:

Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben,
sondern dankbar dafür sein, dass wir ihn gehabt haben,
ja, auch jetzt noch besitzen: denn wer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie
und ist nur vorausgegangen.



Sonntag, 30. März 2014

Freumomente

Meine 5 Freumomente der letzten Woche möchte ich auch heute wieder mit euch teilen. Ich war gerührt über die liebevollen Kommentare zu meinem letzten High54Friday  Post, vielen Dank dafür, ihr seid wirklich prima und habt meine Woche verschönert! Darum gehört Euch meine Nummer 1 der   Freumomente.

1. Die ermutigenden, bestätigenden, liebevollen Kommentare von: Rostrose, BayernDutchInNRW, Ein Quentchen Glück und Viktoria von H54F.
2. Freunde, die an einen denken sind einfach wertvoll. Mein lieber Freund Michael hat diesmal an mich gedacht und mir fabelhaft farbenprächtige Wolle aus Saarbrücken mitgebracht. Dass ich Tausendschön-Woll-Fan bin, brauch ich ja nicht zu erwähnen, darum kann man mir damit immer eine Freude machen und nun seht her, meine neuen Schätze. Ein Strang türkis und, unglaublich, mein erster wildgefärbter Strang in leuchtenden Sommerfarben. Ich bin so happy, jedes Mal, wenn ich die zwei Stränge betrachte wird mir warm ums Herz, weil ich so einen guten Freund habe, der mich ganz genau kennt und an mich denkt und natürlich, weil ich mich jetzt schon aufs Verstricken freue.


3. Der Frühling ist eingezogen. Meine Lieblingsblumen sind Tulpen, am liebsten in weiß. Deshalb bin ich im letzten Herbst durch den Garten gestiefelt und habe Blumenzwiebeln verteilt, in der Hoffnung, dass die Wühlmäuse sie mir nicht klauen. Siehe da, fast alle werden blühen. Die ersten sind da und weil mir weiß allein doch zu farblos war, habe ich es mit lila kombiniert und mich diese Woche am Anblick der ersten Tulpen im Sonnenschein erfreut.


4. Mein kleiner Sohnemann darf natürlich auch nicht fehlen. Seht ihn euch an, wie er mit seinem Windrad durch die Gegend flitzt, laut lacht und seine Freude kaum zu bändigen ist. Mitlachen, mitlaufen, mitfreuen, mitentdecken ... Glücksmoment, weil ich bei allem dabei sein darf und selbst noch mal zum Kind werde.


5. Mein Ehemann, es ist nicht selbsverständlich so geliebt zu werden wie man ist, dass ist mir diese Woche ganz bewusst geworden. Ich werde geliebt mit all meinen Fehlern und Macken oder noch besser manchmal sogar genau wegen diesen, weil sie mich zu dem Menschen machen der ich bin. Danke mein Held für deine Liebe ohne Bedingung, ohne wenn und aber!

Dienstag, 25. März 2014

Anton trifft Lina

Vorletzte Woche wurde ja die kleine Lina geboren. Zur Begrüßung habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und ihr einen kleinen Jumper genäht. Ist der nicht süß geworden? Ich find ihn sooooo niedlich, dass ich ihn euch einfach zeigen musste. Ich hoffe er wird ihrer Mama gefallen und Lina wird sich darin wohlfühlen.


An meiner Nähmaschine haben sich dann Lina und Anton getroffen. Der kleine Süße wird bald drei und liebt die Feuerwehr (das kenne ich irgendwo her ;o). Seine Liebe Mama hat mich gefragt, ob ich ihm nicht einen Geburtstagspulli nähen kann und siehe da, er ist schon von der Nadel gesprungen. In grasgrün, wie gewünscht mit Feuerweh und Name. Eine Drei durfte natürlich auch nicht fehlen. Den Schnitt dürften jetzt einige schon erkannt haben, meine neue Liebe Jesse. Die Applikationsvorlage war aus der Ottobre ... . Anton ist zudem auch noch eine Premiere, ich habe die erste Knopfleiste meines Lebens genäht und ich bin richtig stolz. Im Originalschnitt ist die nicht enthalten, da der Stoff aber leider nicht ganz so dehnbar war, brauchte ich eine Lösung und siehe da es hat geklappt.



Jetzt ab damit zum creadienstag und inspirieren lassen von all den anderen Beiträgen. Geteilt wird auch noch bei made4boys, kiddikram und my happy shirt.

Samstag, 22. März 2014

Verzählt...

hab ich mich zum Glück noch nicht beim Stricken meiner Carameljacke. Sie wächst, aber fordert mich auch ganz schön heraus. das bloggen wurde in der letzten Woche einfach mal zur Seite geschobben und gestrickt, was das zeug hält. Die Schultern sind fertig und noch mache ich mir Hoffnung bis Ostern fertig zu werden. Ganz verliebt bin ich immer noch in meine schöne Drops Merino Wolle. Ganz weich und kuschelig, nicht fusselig und bestimmt schön warm, wenn man abends auf der Terrasse sitzt und sich am Frühling freut. Ach wie freu ich mich schon auf die fertige Jacke, ich lächle beim Schreiben dieser Worte, weil sie bestimmt ein Lieblingsstück wird, das weiß ich jetzt schon. Schaut mal:


Super, oder? Ach ich schwärme und schwärme! Nun aber zum Verzählen. Einige hat es bestimmt gewundert, wie ich von Strickstück 6 plötzlich bei Nummer 9 gelandet bin. Ich habe euch einfach zwei entstandene Werke vorenthalten. Hier nun Strickstück 7 und 8 im jahr 2014.


Epipa Babyschühchen sind es, ganz schnell aus Lust und Laune gestrickt, weil sie super zur Resteverwertung geeignet sind und mir das Warten auf meine Jackenwolle verkürzt haben. Ich find sie zuckersüß und sie passen perfekt zum hier genähten Babyoutfit. Also ab damit zu made4boys, Kiddikram und meitlisache. Nun aber wieder ran an die Nadeln und weiter gestrickt.

P.S. Das Warten auf den nächsten post dauert bestimmt nicht so lang wie auf diesen, weil ich fleißig war und schon ein wenig vorgeschrieben habe.

Freitag, 21. März 2014

H54F

Heute möchte ich zum ersten Mal bei Viktorias High 5 for Friday mitmachen. Diese Woche war es so ruhig um mich, darum möchte ich euch gerne mitteilen, was ich gemacht habe und besonders natürlich was mich gefreut hat. Meine 5 Freumomente der letzten woche sind:

1. Meine Jacke, die mit jeder Reihe mehr zum Lieblingsstück wird und mir soviel Freude beschert, dass ich sie gar nicht aus der Hand legen will. Also wurde diese Woche sehr viel gestrickt.


2. Am Montag habe ich den kleinen Levi wiedergesehen. Er ist drei Monate und ein zuckersüßes Kerlchen, der jetzt schon weiß, wie er die Frauenherzen zum Schmelzen bringt. Sein Lächeln hat mich so schön in die neue Woche starten lassen, dass es nur gut werden konnte. Ein Abend mit Freunden ist sowieso immer ein Grund zur Freude, auch ohne Baby und noch schöner ist es, wenn man Freunde hat mit denen man nicht nur Freud, sondern auch Leid teilen kann. Ein dickes Dankeschön an meinen Hauskreis!
3. Ich habe es getan, oder vielmehr hat mein Mann es für mich getan. Seit Monaten liege ich ihm in den Ohren, dass ich soooo gern einen Crosstrainer hätte und nun hat er ihn mir bestellt. Ich gebe nicht gern viel Geld aus, ich habe einfach Angst vor unvorhergesehenen Katastrophen, für die das Geld vielleicht wichtiger wäre. Darum musste mein Mann den Bestellbutton drücken und ich bin ihm sehr dankbar. Die Vorfreude aufs Strampeln, im Frühling sogar draußen, weil er einen Akku hat und deshalb nicht nur am Strom hängen muss, ist riesig.
4. Meine Wimpelkette von hier ist endlich zum Einsatz gekommen. Sie hängt auf unserer Terrasse und macht Lust auf Sommer. Genau so habe ich mir das schon letztes Jahr vorgestellt.


5. Mamakind! Ja, mein Sohn hat gerade eine Mamaphase und ich freu mich darüber. Jahrelang war Papa die Nummer eins. Klar, er ist ja auch Hauptbezugsperson. Doch nun bin ich dran. Es ist anstrengend und raubt mir manchmal den letzten Nerv und die Zeit zum Bloggen fehlt auch. Aber mein Sohn braucht mich gerade und will mich um sich haben. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt mir. Alles will er mir erzählen, alles will er mit mir erleben und jeden Moment saugt er auf, wie ein Schwamm, um Papa davon zu berichten. Einfach glücklich fühle ich mich beim Schreiben dieser Worte, weil sie so echt und präsent sind, weil Mama sein einfach wunderschön ist und ich glücklich bin eine Mama sein zu dürfen.

Danke Viktoria, für deine schöne Aktion. Ich bin bestimmt bald wieder dabei!

Freitag, 14. März 2014

Strickstück Nr.9

Endlich werde ich es wagen, ein Strickstück für mich! Nach dem ich ja an ein paar kleinen Babysachen Probegestrickt habe, werde ich mich nun an eine Jacke trauen. Die Entscheidung ist auf die Caramel Jacke von Isabell Kraemer gefallen. Eine kostenlose Anleitung, die ich schon seit langem ins Auge gefasst hatte. Der zweite Schritt war noch viel schwerer, jetzt musste ich mich ja auch noch für Wolle entscheiden. Hin und her überlegt, hoch und runter gerechnet, Preise und Hersteller verglichen und entschieden. Es ist die Cotton Merino Wolle von Drops geworden. Ich selbst habe noch keine Wolle von Drops verstrickt, aber schon einige tolle Kleidungsstücke daraus gesehen. Der Preis war einfach auch mit ein Grund für diese Entscheidung. Meine Angst, dass es nichts wird ist halt immer noch ziemlich groß, deshalb wollte ich nicht zu teure Wolle verstricken. Jetzt stand also noch die Wahl der Farbe im Raum und was soll ich sagen, die war am schwersten. Insgesamt hat es jetzt von dem Entschluss mir eine Jacke zu stricken bis zum heutigen Maschen anschlagen 4 Wochen gedauert. Wenn ich die Jacke bis Ostern fertig bekomme bin ich ganz schön stolz auf mich. Das Ziel ist gesetzt und ich werde es stringgent verfolgen! Ach ja, die Farbe, seht selbst:


Mittelgrau mit ein wenig Senfgelb. Weil mein Kleiderschrank schon so viel marine, schwarz, weiß und grün enthält, dachte ich das wird doch gut passen!? Jetzt freu ich mich am heutigen Freutag über die ersten Maschen und Reihen. Ich bin ganz begeistert von der Wolle, sie ist ganz weich, nicht zu schwer und farblich genau das was ich mir vorgestellt hatte. Ich werde die Fortschritte dokumentieren und für euch festhalten. Jetzt losgestrickt und weiter gefreut.

Dienstag, 11. März 2014

Lina

Das erste Baby ist da! Im Freundes- und Bekanntenkreis stehen dieses Jahr einige Babys auf dem Plan. Nummer eins ist Lina, und wir begrüßen sie ganz herzlich mit Applaus und Getöse auf dieser Welt. Ganz viel Segen wünschen wir Lina und Ihren Eltern!

Zum Glück ist die Testphase im Bereich Geburtsgeschenke so gut wie abgeschlossen. Neben Mini Frida, Puerperium, Knotenmütze und Strickschühchen von epipa habe ich mich auch an den Jumpsuit nach dieser Anleitung gewagt. Ich finde diesen Schnitt grandios, nun gut ich hab es noch nicht am Kind gesehen, bin aber ganz zuversichtlich. Für Lina wird es also bestimmt einen kleinen Jumpsuit geben, aber in der größeren der beiden gezeigten Varianten (Streifenjumper Gr.56, Vögelchen Gr.50). Den Geburtstermin hat sie nämlich gekonnt ignoriert und ein wenig auf sich warten lassen.


Also geht es heute am creadienstag ran an einen Jumper speziell für Lina *freu* und weil ich den Namen auch ganz bezaubernd finde kommt noch eine Wimpelkette unter die Nadel. Da fällt mir ein, dass ich ganz tollen Mädchenstoff bei Frau Alberta gewonnen habe der direkt Verwendung finden wird. Oh man, so viel Grund zum freuen, Lina, mein Gewinn, dazu Sonnenschein und endlich wieder ein wenig Zeit zum Bloggen. Diese Woche wird grandios!

Montag, 3. März 2014

Buntspechte 2

Die Buntspechte Mitwachshose hat es mir angetan. Ich find den Schnitt einfach super flexibel. Ganz leicht und einfach zu verändern, für Windelpo und ohne, für schmale Kinder und für zuckersüße Moppel. Ich wollte euch mal zeigen, wie ich den Schnitt für meinen Sohnemann geändert habe. Oben verkürzt, unten verlängert und den Windelpo haben wir auch nicht mehr gebraucht. Bestimmt nicht professionell, aber für uns reicht es - also habt Mut und probiert euch aus.


Recycelt habe ich eine alte Hose von mir, die hatte so schöne Nähte das ich diese unbedingt mit nutzen musste (zum wegschneiden einfach zu schade). Jersey-Reste für die Tasche und den Stern auf einen Fleck der nicht mehr zu entfernen war. Eine der schönen Taschen diesmal hinten drauf und fertig. Super schnell in der Mittagspause am Freitag genäht. Der Sohn ist begeistert und weil er sie so mag, trägt er sie auch jetzt. Also ab damit zu my kid wears. Diesmal gibt es sogar Fotos im angezogenen und ausgezogenen Status. Im Kindergarten war heut nämlich Rosenmontagsparty und da musste natürlich das Kostüm angezogen werden, im Anschluss aber direkt wieder die Buntspechtehose.


Weil ich sie so schön finde geht es auch noch zu made4boys.


Sonntag, 2. März 2014

Puerperium trifft Frida

Meine erste Geburtsgeschenke-Kombi ist fertig und ich bin ganz stolz. Entstanden ist mein Strickstück Nummer 6/2014 - eine winzig kleine Puerperium Jacke, die so schnell gestrickt war, dass ich gar nicht glauben kann, dass sie erst mein zweites richtiges Kleidungsstück ist. Die Anleitung ist kostenlos auf raverly zu bekommen und sehr gut verständlich. Ich finde sie wunderschön und kuschelweich. Wolle ist Classico von Lang Yarns. Daraus habe ich auch schon die Mütze für meinen Helden gestrickt.



Dazu passend eine kleine Frida aus recycelter Jeans mit Jersey-Bündchen und Sternen-Applikation. Das ist meine erste Frida und ich kann gut verstehen, warum dieser Schnitt so beliebt ist. Sehr leicht zu verstehen und schnell genäht. Die kleinen Größen gibt es hier zum testen. Mal sehen ob es bald auch große Fridas bei mir zu sehen gibt.


Zu guter letzt das kleine Mützchen, welches ich so gerne nähe, gab es schon mal in anderer Variante hier zu sehen - Ebenfalls ein kostenloser Schnitt.


Rund um gelungen diese Kombi und weil ich so stolz darauf bin kommt sie direkt zu Kiddikram, made4boys und meitlisache - mal sehen was die anderen dazu sagen.

Freitag, 28. Februar 2014

Wachstum

Behutsam hege und pflege ich meine kleinen Samen. Jeden tag stehe ich vor meinem Zimmergewächshaus und warte gespannt auf eine Veränderung. Mein Sohn tut es mir gleich und bestaunt mit mir jegliche Veränderung. Mal entdeckt er sie zuerst, mal ich und siehe da, heute morgen können wir es kaum glauben, erste zarte Pflänzchen sind zu erkennen. Der kleine Mann freut sich wie bolle und ich freu mich mit. -Freutag-

Ich freu mich nicht nur über die Pflanzen, sondern am meisten über ihn. Umsorgt und behütet, jedes Wachstum gefeiert und dokumentiert, schon bevor ich ihn kannte, fest in meinem Herzen. Sein erstes Lächeln galt mir und ich glaube auch jetzt noch teilt er seine Freude am liebsten mit mir. Schon jetzt liebe ich es mit ihm Gespräche zu führen. Ja man kann mit ihm Gespräche führen, er hilft mir beim Kochen (wenn Papa mal nicht kocht), er fragt mich, ob ich gut geschlafen habe und ist traurig wenn ich traurig bin. Erst jetzt wird mir dieser Entwicklungschritt bewusst, er hat sich eingeschlichen ist einfach so geworden, ohne dass ich festlegen kann wann. War ich etwa nicht aufmerksam genung und mit zu vielem anderen beschäftigt? So wird es mir in Zukunft wohl häufiger gehen, jetzt wo ich ihn nicht mehr rund um die Uhr sehe (das habe ich ja eh nur die ersten 8 Wochen seines Lebens). Er schwimmt sich frei, braucht Zeit für sich ganz allein, geht in den Kindergarten, trifft einfache Entscheidungen und kann seine Gefühle in Worten ausdrücken. Das alles macht es nicht einfacher, im Gegenteil, in letzter Zeit gab es viele "Kämpfe". Aber war es nicht genau das, was ich mir noch vor der Geburt meines Kindes gewünscht habe? Dass er eine eigene Persönlichkeit entwickelt, nicht alles hinnimmt, sondern hinterfragt. Lernt, mit seinen Gefühlen, Wünschen und Gedanken sich auszudrücken. Da ist er, mit all diesen Fähigkeiten und ich bin gerührt. So wie mein Sohn wartet was wohl aus den Pflänzchen wird, bin ich gespannt was die Zukunft bringt. Ich wünsche mir, dass er einen unbendigen Wissensdurst entwickelt, Freunde findet, Begabungen entdeckt und weiterhin (oder noch mehr) mit mir redet, über das, was ihn freut, bewegt und ärgert. Sein Platz in meinem Herzen ist ihm sicher, ein ganz besonderer - der Platz eines Sohnes, eines Erstgeborenen.


Dienstag, 25. Februar 2014

KMT - Workshop

Am Sonntag war ich eingeladen einen Workshop auf der Kreismitarbeitertagung des CVJM Kreisverbandes Lüdenscheid e.V. zu halten. Mein Thema war: "Mit Nadel und Faden - Ideen für die Mädchenarbeit". Die Vorbereitung hat neben dem "normalen" Arbeitsalltag ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen und mich vom bloggen abgehalten. Trotz des großen Zeitaufwandes habe ich das aber wirklich gerne gemacht. Meine Gedanken und Ideen sprudelten über, wie kann es auch anders sein bei diesem Thema?! Mein Ziel war schnell gefunden, ich wollte praktische Ideen teilen, die schnell und günstig mit Kindern und Jugendlichen zu machen sind. Nur worauf beschränken bei der Masse an tollen Bastel- und Nähsachen?

1. Aennies super Anleitung zum Freezer-Papier musste sein, die habe ich jetzt schon so oft in meiner Arbeit genutzt, dass es wirklich eine Bereicherung für jeden ist, der sich kreativ betätigt.
2. Nitrodruck passt zum Thema und hat mir in meiner Arbeit schon viele gute Dienste geleistet, eine tolle Anleitung gib es hier. Sehr zu empfehlen, nicht nur auf Stoff!


3. Dawanda Nähblumen, damit auch was genäht wird. Toll als Ansteckblume oder wie in meinem Fall als Haarschmuck. Erfordert ein wenig Nähgeschick, ist aber mit einer kleinen Gruppe von Teilnehmern sehr gut zu realisieren.
4. Haarspangen werden einfach mit doppelseitigen Klebeband und Webband beklebt. Nutzbar als Lesezeichen, Haarspange, Zettelhalter etc..


5. Dawanda Filzkörbchen mit Kam Snaps, so einfach, dass es auch schon mit kleinen Kindern klappt. Eine super Alternative zum herkömmlichen Osterkörbchen aus Papier.
6. Filzostereier passend zum Körbchen mit meinen alten Vorlagen von anno dazumal. Und schon ist mir klar was mein creadienstagsprojekt ist! Ich brauche ganz dringend Neue. Weniger bunt und farblich in die neue Wohnung passend. Also werden heute abend die Filzreste gesichtet und drauflos geeiert!


Viel Erfolg euch allen beim kreativem Werkeln und allen Teilnehmern meines Workshops danke für den schönen Sonntag, es hat mir wirklich viel Freude bereitet!

P.S. Schaut doch mal beim creadienstag vorbei, um noch mehr schöne Ideen zu finden.

Dienstag, 18. Februar 2014

Cozy and Cute

Strickstück Nr. 5 ist fertig! Seit Jahren stöbere ich immer mal wieder auf der Drops Seite herum und bestaune die schönen Strickstücke. Alle Anleitungen sind kostenlos, also einfach ausdrucken und los gehts. Dazu gibt es noch tolle Videoanleitungen, wenn man mal nicht weiß was gemeint ist. An solch eine Anleitung habe ich mich aber bisher nie rangetraut. Erstmal musste ich ja richtig stricken lernen. Beim Erlernen diverser Stricktechnicken sind mir also Schals, Mützen und Socken reihenweise von der Nadel gesprungen. Hürde Nummer zwei war es nun solch eine komplexe Anleitung in Fachsprache zu verstehen. Außerdem habe ich auch große Angst vorm Durchhalten. Manchmal kostet es mich schon Überwindung die zweite Socke zu stricken, wie soll ich da an einem Pullover dran bleiben?

Nun gut jetzt habe ich mir einen Plan gefasst! Im Bekanntenkreis gib es demnächst mal wieder Nachwuchs, den kann man ja auch bestricken statt zu benähen. Babyanleitungen durchforstet und los ging's, durchhalten kann da schon nicht das Problem werden. Entschieden habe ich mich für die Babyhose Cozy and Cute. Ohne Nähen, einfach von oben rundgestrickt, das kann ja nicht so schwer sein. Verkürzte Reihen sind dabei, aber die kann ich dank zahlreicher Socken schon im Schlaf und auch in mehreren Varianten. Los ging's, den Start kann man hier sehen. Schneller als ich es erwartet habe halte ich nun diese zuckersüße Hose in der Hand.


Socken stricken dauert länger und ist komplizierter. Wovor hatte ich eigentlich nochmal Angst? Ihr werdet es kaum glauben, aber Strickstück Nr.6 ist schon auf der Nadel und es wird wieder ein Kleidungstück, die passende Jacke zur Hose. Am Creadienstag stricke ich nun also in jeder freien Minute mein zweites Kleidungstück, bewundere das erste und freu mich jetzt schon auf die, die folgen werden.


Montag, 17. Februar 2014

Beanie Boy

Meinen kleinen Mann hat es niedergestreckt. Er ist so richtig erkältet. Zum Glück sind wir gut mit Medikamenten versorgt und haben das Wochenende auf unserem Kuschelsofa verbracht. Lesen, stricken, schlafen, Tee trinken und Film schauen. Zwischen drin haben wir es geschafft die Vorsätze von hier zu erfüllen. Die Bilder dazu gibt es stückchenweise diese Woche zu sehen.

Nun zurück zum Sohnemann der gerade aufgestanden ist und mir erklärt hat, was er anziehen möchte. Ich durfte noch ein wenig mitreden und deshalb setzt er heute seine neue Beanie (nach dem Hamburgerliebe Schnitt) auf - gab es hier schonmal in groß für mich. Der Stoff ist ein nichtpassendes T-Shirt. Jetzt passt es. Beim Zuschneiden war es zwar ein wenig knifflig und ich musste am Vorderteil ansetzen, aber es ist kaum zu sehen. Innen drin ist Uni Jersey in Türkis von Buttinette.
Ich find den kleinen zum Knutschen mit seiner ersten Beanie und bin gespannt ob er sie gerne tragen wird.


Einen schönen Start in die Woche wünsche ich Euch und nun ab damit zu My kid wears.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Valeska

Da ist sie, meine erste Valeska. Nach dem nähen wurde sie noch mehrfach von außen verschmälert, damit ich nicht mehr das Gefühl habe einen Schirm zu tragen. So wirklich zufrieden bin ich nicht. Der Stoff ist ein Breitkord vom Trödelmarkt (ich glaub es war mal ein Vorhang - auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, warum man sich einen schwarzen Vorhang aufhängt). Naja vielleicht hätte ich einen leichten Baumwollstoff nehmen sollen - irgendwas hab ich halt falsch gemacht. Ab und zu werd ich sie tragen, aber bestimmt nicht oft. Was sagt ihr dazu? Tragbar? Wo ist der Fehler? Ach ja ganz vergessen: das ist übrigens die kurze Variante, noch mal um 10 cm gekürzt - ist das der Fehler? Kann man den Rock nur länger nähen, damit er nicht so absteht? Ich bin ratlos und trau mich auch noch nicht an eine neue Version. Aber geRUMSt wird trotzdem, mit der Hoffnung auf Hilfe und Rat.

P.S. Verschmälern am Bruch kommt nicht in Frage, wenn ich nämlich was habe dann Hüfte.
P.P.S. Jetzt wo ich die Fotos sehe denke ich mir, ne Nummer größer wär auch gut.




Dienstag, 11. Februar 2014

Doodling

Nach langer Zeit habe ich mal wieder, inspiriert vom letzten creadienstag, meine Zeichenstifte rausgeholt. Zinnfrei, ohne Ziel und Anspruch habe ich drauflos "gedoodelt" und aus einer Linie, einem Schwung, die Gedanken ausgeschaltet, die Zeit vergessen, wurde ein kleines Bild. Noch ist es nur aus Bleistiftlinien, weil ich nach der langen Pause den Mut verloren hatte und die Angst vorm weißem Papier mich überkam. Der Mut ist zurück und heute Abend geht es weiter, dann mit Zeichenstiften.


Das zweite sinnfreie "doodling" überkam mich einfach wegen der Farbe, nach so viel Bleistiftgrau wollte ich noch kräftige Linien ziehen. Einfach drauflos, eine kleine Mutprobe. Ohne wenn und aber aus einem Kreis ein kleines Kunstwerk mit Fehlern, aus denen doch noch gutes wurde.


Zufrieden schaue ich mir meine kleinen Werke an und freue mich an der Pause die sie mir verschafft haben. Ein Moment Ruhe vom Alltag, kein Ziel vor Augen, nur den nächsten Strich. Linie für Linie, Punkt für Punkt, so würd ich mir das auch im Alltag wünschen. Mutig mit Tinte und nicht mit Bleistift und Radiergummi. Tag für Tag ohne Angst vor morgen. Manchmal geht das und oft wärs der größte Schwachsinn. Ich plane gerne mein Leben, aber ich will flexibel bleiben und nicht ängstlich sein. Ich will Pläne ändern ohne zu radieren ohne zu bereuen - aus dem, was da ist ein kleines Kunstwerk machen. Bisher ist mir das gut gelungen, vielleicht, weil ich mir immer mal wieder kleine Pausen vom Pläneschmieden nehme und mich vom Leben überrumpeln lasse. Auf einen schönen Creadienstag, der noch halb vor mir liegt und schon sehr inspirierend angefangen hat.

Sonntag, 9. Februar 2014

Halssocke

Mein Sohnemann trägt heute seinen alten verfusselten, schon fast zu kleinen Eulenpulli. Vor über einem Jahr habe ich ihn genäht und er hat gute Dienste geleistet, jetzt ist seine Zeit wohl vorbei. Den Stoff hatte ich auf der Creativa in Dortmund gekauft. Der Schnitt ist mal wieder aus mehreren Ottobre-Schnitten zusammengebastelt. Besonders gut haben mir damals die gegengleiche Teilung und der Zierstiche gefallen.


Worum es heute aber gehen soll ist die schöne Halssocke!
Schnabelina hat mal wieder einen supertollen Schnitt fabriziert. Die Kletthalssocke kam genau richtig, mein Kind musste nämlich bisher ohne Schal leben. Die Socke geht dank der Klettverschlüsse ganz einfach über den Kopf und sitzt trotzdem nah am Hals. Ich war leider nicht ganz mutig, eine Nummer kleiner hätte es auch getan aber meine bisherigen Erfahrungen mit Halssocken sind eher deprimierend. Diese jedoch sitzt perfekt ist schnell und einfach zu nähen und bestimmt nicht meine Letzte (der Stoff für Nummer 2 ist schon zugeschnitten). Außenstoff ist mein derzeitiger Farbenmix Liebling mit wunderschönen Sternen auf Hellblau. Innen habe ich einen Wellness  Fleece aus der Karstadt Restekiste. Mein Räuber findet's super, kuschelweich, warm, drinnen und draußen tragbar, einfach schön. Nun ab damit zu my kid wears und darüber freuen, was die anderen kreativen Mamas gezaubert haben.


Samstag, 8. Februar 2014

Neu

So langsam habe ich alle alten Projekte abgeschlossen, sowohl auf Arbeit als auch zu Hause. Ein paar Kleinigkeiten gibt es natürlich immer, aber die werde ich nebenbei erledigen. Jetzt ist Zeit für Neu!

Ich möchte meine erste  DROPS Design Anleitung stricken. Da ich mich noch nicht an große Sachen wage, soll es die Babyhose Cozy and Cute werden. Die Anleitung habe ich schon mehrfach gelesen und im Kopf ist die Hose schon gestrickt. Jetzt wird's Zeit die Nadeln in die Hand zu nehmen und loszulegen. Jetzt ratet mal, was für Wolle ich gewählt habe *grins* - na klar, Tausendschön handgefärbt in petrol.


Als nächstes wird an den Garten gedacht. Ich züchte meine Pflanzen vor. Dieses Jahr sollen es Paprikapflanzen werden und ein kleiner Kräutergarten soll entstehen. Blumen stehen auch ganz oben auf meiner Wunschliste. Bisher war ich faul und habe fertig gekauft, dieses Jahr nicht! Steinkraut, Lobelien, Astern, Wicken und Ranunkel werden gesäht. Bis es draußen nicht mehr friert wird jetzt mein Wohnzimmer zum Gewächshaus und nach und nach werden die Pflänzchen vorgezogen. Der Räubersohn kann also ganz genau erleben, wie aus einem selbstgetrockneten Paprikasamen eine Pflanze wächst, die hoffentlich irgendwann selbst Früchte trägt. Demnächst sitzen wir also zu zweit vor unseren Minigewächshäusern und warten gespannt.


Projekt drei ist unsere Abstellkammer. Vor einem Jahr sind wir hier eingezogen und seid dem ist sie wie sie ist (zugemüllt). Der Plan steht. Regale müssen rein, vorher natürlich alles raus und nicht alles wieder rein. Mehr Stauraum soll entstehen und vielleicht sogar genug Platz für mein Fahrrad. DieAbstellkammer  zeig ich euch nicht auf Fotos, dass ist mir wirklich zu peinlich - wenn sie fertig ist werde ich sie aber voller stolz herzeigen, ganz sicher.

Jetzt fange ich an.
Im Anschluss warten ja noch viele Ideen die dieses Jahr umgesetzt werden wollen.


Dienstag, 4. Februar 2014

Strickstück Nr.4

Mojo's
Socken sind mal wieder auf der Nadel. Diesmal in Größe 43 für meinen Ehemann. Mojosocken sollen es werden. Dieses Muster stricke ich unwahrscheinlich gern, weil es so schnell vorangeht und ganz einfach zu stricken ist. Das Ergebnis sieht lustig aus und sitzt super am Fuß. Überzeugt hat mich auch die Tausendschönwolle, wunderschöne Farben und Musterungen die einfach Spaß machen beim stricken. Die Färbung für den Liebsten nennt sich Dschungel.


Meinen creadienstag verbringe ich, neben der Arbeit, damit die zweite Socke weiter zu stricken - und da meine beiden Männer krank sind gehört der Abend mir und meinem Strickwerk. Klingt gemein, aber ich freu mich wirklich auf solche Abende, an denen ich ganz für mich werkeln kann, ohne Rücksicht auf meine Familie und deren Bedürfnisse. Na klar versorge ich vorher beide (beziehungsweise den Einen, weil der kleine ja schon im Bett ist wenn ich von Arbeit komme) und kümmere mich liebevoll, wenn etwas gebraucht wird. Aber wenn beide schlafen habe ich Platz für mich und mein Schaffen und das tut ab und zu doch sehr gut.



Montag, 3. Februar 2014

Wochenendblues

Heute darf das Kind nicht in den Kindergarten. Unser Wochenende war geprägt von Bauchschmerzen, "Rückwärtsessen" und Wäschewaschen, bevorzugt ganz spät nachts. Zum Glück habe ich montags frei und wir können es uns heute gut gehen lassen. Bibi Blocksberg wird gehört, aus dem Fenster gestaunt, gebloggt und ... mal sehen, was der Tag noch so bringt. Gerade bringt er Geschrei und Geheul, weil irgendwas nicht so läuft, wie es soll und das heißt für mich erstmal Ende mit schreiben.


Er hat ein "schreckliches" Pferd auf dem Knopf seiner Hose entdeckt und das geht anscheinend gar nicht. Aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grund geht es nach 10 Minuten Gejammer dann doch. Da soll mal jemand schlau draus werden, ich kann mir schon schemenhaft die Pupertät meines Sohnes vorstellen und ein eiskalter Schauer läuft mir den Rücken runter. Nun zum eigentlichen Grund dieses posts. Heute ist my kid wears Tag. Neben der Hose mit dem schrecklichen Pferd, die nicht von mir ist trägt mein Sohnemann heute seinen (im Oktober entstandenen) Geburtstagspullover. Der Sterne Farbenmix Stoff gehört zu meinen Favoriten und wurde auch schon mehrfach nachgekauft. Ich finde die Kombi mit Rot am schönsten. Der Schnitt ist aus mehreren zusammengebastelt und ich kann nicht mehr nachvollziehen aus welchen, auf jedenfall alles Ottobre-Schnitte. Jetzt rufen die Schildkröten zum gemeinsamen Spiel und ich geh meinen Mamapflichten nach. Vielleicht, wenn alles im Kind bleibt was rein gegangen ist habe ich später noch Zeit zum bewundern der anderen Kindersachen auf my kid wears. Ach ja, mein Kind ist ja ein Junge, also auch ab damit zu made4boys.


Donnerstag, 30. Januar 2014

Mechelen

Bei mir herrscht Kleidungsnotstand. Meine Sachen stappeln sich auf einem Haufen zum flicken, was noch nicht kaputt ist befindet sich im Wäschekorb. Was macht man als kreativer Mensch? Nicht waschen! Reparieren? Kaufen? Nein, neu nähen! Letzte Nacht ist mein erster Mechelen Pulli entstanden und ich bin richtig glücklich damit. Darauf gestoßen bin ich durch den tollen Block Liivi & Liivi und schwupps weiter geklickt und diesen fantastischen Schnitt bei Pulsinchen entdeckt.

Bei der größe war ich verwirrt. Ich bin zwar klein aber nicht ganz schmal, dass heißt normalerweise trage ich M. Hier jedoch erschien mir das S irgendwie zu groß, also eigenes Shirt drauf (aus dem Wäschekorb) gemessen und ein wenig geändert. Schwupps, oder sollte ich Rums sagen, trage ich Mechelen. Genäht ist das Teil nämlich echt schnell - zumindest wenn man Näherfahrung mitbringt. Die Anleitung ist knapp gefasst, aber für Näherfahrene kein Problem. Du kannst den Schnitt gegen eine Spende kaufen (ich muss gestehen ich habe erst genäht, um zu entscheiden wie viel ich spende). Gemein von mir - aber heute wird gespendet, weil Mechelen wirklich super ist und es bestimmt nicht bei dem einen Pulli bleiben wird. Nun seht selbst, meine erste ... oder heißt es mein erster Mechelen.
Ab damit zu RUMS und dann dort selbst bestaunen und inspirieren lassen.


Dienstag, 28. Januar 2014

Da ist doch der Wurm drauf...

... auf dem Kopf des Liebsten. Sein Wurm ist fertig ... nach einigen Komplikationen. Die Wolle hat nicht gereicht. Statt 100 sind es jetzt 120 Gramm. Eine halbe Ewigkeit hat es gedauert, bis das fehlende Knäuel endlich da war und ich die Mütze zu ende stricken konnte. Damit das arme Knäuelchen den Weg bis zu mir nicht so alleine war, haben sich noch zwei andere dazu gesellt. Die Erklärung für den Mann klang aber eher so: "Sonst lohnt sich das mit den Portokosten doch gar nicht, mein Hase". Na ja, was soll man sagen, die Mütze passt und gefällt ihm.


In der Zeit des Wartens habe ich schon mal Strickstück Nr.3 angenadelt. Eigentlich ist es schon fertig. Socken für mich aus ganz ganz ganz wunderbarer Tausendschönwolle (Winterpistazie 6fach). Ich bin verliebt in diese Socken. Weich und warm, genau das, was ich gerade brauche. Das Muster sind ganz einfache Hebemaschen, sehr schnell zu stricken und immer schön bei handgefärbter Wolle. Ich habe sie erst ganz einfach rechtsgestrickt, aber das Ringeln der Wolle hat mir so gar nicht gefallen. Jetzt sind sie perfekt und heute Abend das erste Mal an meinen Füßen. Ab damit zum creadienstag.